Sound

How binaural beats work on the brain.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass sich das Gehirn in seiner elektromagnetischen Gehirnwellenaktivität an rhythmische und optische Reize anzupassen vermag. (vgl. Walter, 1953)

Das heißt, das Gehirn synchronisiert sich mit optischen oder akustischne Stimulationsfrequenzen. Setzt man sich über einen längeren Zeitraum (mindestens 10 Minuten) einer Frequenz von z.B. 7 Hz aus, synchronisiert sich das Gehirn mit dieser Frequenz.

Da das Gehör eigentlich nicht in der Lage ist Frequenzen die niedriger als 20 Hz sind wahrzunehmen, kann man sich den Effekt der "Binaural Beats" zunutze machen. Dabei wird über Kopfhörer dem linken Ohr eine Ton von 400 Hz eingestpielt, während dem rechten Ohr ein Ton von 417 Hz eingespielt wird. Das Gehirn nimmt dann zusätzlich zu den Trägerfrequenzen einen Residualton von 17 Hz wahr.

Im folgenden Beispiel hört man zuerst 400 Hz, dann eine Schwebung von 2, 8 und schliesslich 17 Hz.

Im folgenden Beispiel verändert sich die Residualfrequenz beständig. Ein kurzer Noiseburst ist mit dieser Frequenz synchron. In der Installation werden die Lichtimpulse von den Noisebursts getriggert.

Das Stück "Phosphenes" ist ein erster Anlauf Musik für ein Ton, Licht und Berührung beinhaltendes Werk zu schreiben.

 

Literatur:

Walter W. G. (1953). The Living Brain. Penguin, London, 1967; deutsch Das lebende Gehirn bei Droemer/Knaur 1963.
Goodin, Peter, Joseph Ciorciari, Kate Baker, Anne-Marie Carrey, Michelle Harper, and Jordy Kaufman. “A High-Density EEG Investigation into Steady State Binaural Beat Stimulation.” Edited by Susanne Hempel. PLoS ONE 7, no. 4 (April 9, 2012)